Liebe Jugendhilfe-Interessierte!

Wie schön, dass Sie nicht wegschauen, sondern genauer wissen möchten, weshalb die Berliner Kinder und Jugendhilfe nicht mehr funktioniert und Kindern, Jugendlichen, Eltern und Mitarbeiter*innen ernsthaft Schäden zufügt.

Die Kinder- und Jugendhilfe umfasst alle Maßnahmen und Hilfen, die die Jugendämter jungen Menschen oder Familien anbieten, wenn diese Unterstützung benötigen, weil sie sich in ernsten Krisen befinden oder Eltern dauerhaft nicht ausreichend für ihre Kinder sorgen können. Zudem gehören Beratungen und Tätigkeiten der Jugendämter selbst in den Bereich der Jugendhilfe, auch deren Verpflichtung, das Kindeswohl zu schützen.

Präventive Angebote, wie die immer weniger werdenden Jugendfreizeiteinrichtungen, sind ebenfalls Teil der Kinder- und Jugendhilfe.

Seit etwa zehn Jahren zeigen vorhergehende und noch existierende Sparmaßnahmen gravierende Folgen: Menschen, die hoch belastet sind, erhalten sehr oft nicht, was sie dringend benötigen, die Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen und Sozialarbeiter*innen sind derart katastrophal und gleichzeitig extrem schlecht bezahlt, so dass es in der Regel gar nicht möglich ist, die dringend erforderliche Arbeit zu schaffen und den Beruf kaum noch jemand machen möchte.

Hier finden Sie unter „Plakate Geschädigte der Jugendhilfe“ einige der Praxis entliehene Beispiele, die verdeutlichen, was dies im Einzelfall für die Betroffenen bedeutet.

Damit die Kinder- und Jugendhilfe wieder gesehen und gehört wird und die katastrophalen Zustände eine deutliche Verbesserung erfahren, haben in den vergangenen Monaten rund 500 Fachkräfte rund 700 Forderungen erarbeitet, aus denen fast 1400 Mitarbeiter*innen die 13 wichtigsten durch Abstimmung erwählt haben.

Sie helfen uns, wenn Sie in ihrem Bekannten- und Freundeskreis über das Thema sprechen, es so in die Öffentlichkeit kommt und die notwendige Beachtung und das dringend erforderliche Verständnis erfährt.